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Strompreisexplosion: Staat könnte um 230 Euro entlasten

Heidelberg. Deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher haben nicht nur mit hohen Gaskosten, sondern auch mit steigenden Strompreisen zu kämpfen. Auch beim Strom könnte der Staat auf Steuereinnahmen verzichten und die Haushalte entlasten. Das Vergleichsportal Verivox zeigt, wie die Bundesregierung Stromkunden sofort um durchschnittlich 230 Euro pro Jahr entlasten könnte.

Ermäßigte Mehrwertsteuer: Stromrechnung kann um 184 Euro sinken

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte liegt Ende August 2022 bei 45,81 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und ist höher als jemals zuvor. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 kWh hat jährliche Kosten von 1.832 Euro. Innerhalb der letzten 12 Monate sind diese Kosten um rund 51 Prozent angestiegen.

„Die Strompreise im Großhandel brechen derzeit reihenweise Rekorde. Die Haushalte in Deutschland müssen sich daher auf noch weitere Kostensteigerungen einstellen“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Weil die höheren Preise voll besteuert werden, verdient der Staat an den Preissteigerungen kräftig mit. Durch eine Absenkung von Mehrwertsteuer und Stromsteuer könnte die Bundesregierung für merkliche Entlastung sorgen.“

Im Gegensatz zu Erdgas, auf das ab Oktober 2022 nur noch 7 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden, gilt bei Strom immer noch ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Die Mehrwertsteuer auf Strom belastet eine dreiköpfige Familie aktuell mit rund 293 Euro pro Jahr. Würde der Staat Strom künftig mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent besteuern, entspräche das einer jährlichen Entlastung von 184 Euro.

Senkung der Stromsteuer würde Haushalte um 42 Euro entlasten

Die Stromsteuer für private Verbraucher liegt aktuell bei 2,05 Cent je Kilowattstunde. Für einen Drei-Personen-Haushalt entstehen Kosten von 82 Euro netto pro Jahr. Auf nationaler Ebene kann die Stromsteuer aufgrund von EU-Regeln zwar nicht gänzlich abgeschafft werden. Die Europäische Union sieht einen Mindestsatz von 1 Cent/kWh für die Stromsteuer vor. Eine entsprechende Senkung würde Haushalte um 42 Euro netto entlasten.

Maßnahmen würden Strompreis um 13 Prozent drücken

Würde die Stromsteuer auf das mögliche Minimum und die Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent abgesenkt, würden die durchschnittlichen jährlichen Kosten für einen Drei-Personen-Haushalt von 1.832 Euro auf 1.602 Euro sinken. Das entspräche einer Kostenverringerung um 13 Prozent, die Haushalte würden 230 Euro weniger bezahlen.

„Mit der Abschaffung der EEG-Umlage im Juli 2022 hat die Bundesregierung den Strompreisanstieg für die Haushalte bereits abgedämpft und den hohen Staatsanteil am Strompreis deutlich reduziert“, sagt Thorsten Storck. „Angesichts der hohen Beschaffungspreise werden aber weitere Maßnahmen notwendig sein, um die Strompreise auf einem erträglichen Niveau zu halten.“

Methodik

Die Stromkosten wurden anhand des Verivox-Verbraucherpreisindex für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden ermittelt. Der Verivox-Verbraucherpreisindex berücksichtigt die Preise der örtlichen Grundversorger sowie die Neukundenpreise der wichtigsten überregionalen Versorger.

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